Für diesen Artikel durfte ich das Kinesiotape von RockTape Germany Austria kostenlos testen [Werbung]

Meine ersten Laufversuche waren eine Herausforderung. Abgesehen von der damals doch ziemlich schwachen Grundlagenausdauer musste ich immer wieder Zwangspausen einlegen. Der Grund: Starke Schmerzen in den Waden. Keine Krämpfe, sondern einfach eine komplett dichte Muskulatur, bedingt durch mangelnde Beweglichkeit im Sprunggelenk und die ungewohnte, neue Laufbewegung. Zum Teil war überhaupt nicht an Laufen zu denken, zum Teil musste ich nach einem Kilometer unterbrechen, die Waden massieren und konnte dann mit Glück den nächsten Kilometer angehen.

Kinesiotape war die Lösung

Auf Anraten meines Orthopäden mache ich regelmäßig Übungen für die Beweglichkeit meiner Sprunggelenke. Ok, vielleicht nicht ganz so regelmäßig, wie ich sollte… Außerdem achte ich bei Laufschuhen auf etwas mehr Sprengung. Aber auch das hat anfangs nicht gereicht. Die Lösung brachte erst mein Besuch auf der Fibo und mein Treffen mit meinem ehemaligen Personal Trainer Oliver Derigs, der inzwischen für RockTape Germany Austria arbeitet. Nach einer Schilderung meiner Probleme legte er mir Tapes auf den Waden an – so, wie in diesem Video:

Und tatsächlich hat das Kinesiotape meine Waden entlastet. Ich konnte mit deutlich weniger Schmerzen laufen und so meinen Körper nach und nach an die neue Bewegung gewöhnen. Meine Unterschenkel bleiben allerdings eine Baustelle, die ich weiterhin mit Mobilisation und der Blackroll versuche, in den Griff zu bekommen. Aktuell schlage ich mich ja mit Shin Splints rum – auch hier helfen mir die Tapes wirklich gut zur Entlastung:

Dinosaurier-Pflaster für Erwachsene

Leider gibt es bisher noch keine wissenschaftlichen Belege dafür, wie Kinesiotape wirkt – allerdings einige Vermutungen. So beeinflussen die Tapes die Muskelaktivität und die Muskelspannung, sie unterstützen die Schmerzreduktion und können wahrscheinlich auch Entzündungsreaktionen reduzieren und die Flüssigkeitszirkulation verbessern. Ihre Wirkung hängt auch davon ab, wie die Kinesiotapes geklebt werden. Manche Techniken sind eher stabilisierend, zum Beispiel für die Kniescheibe. Andere sollen die Haut anheben, um den Lyhmphfluss zu verbessern. Oder sie werden so geklebt, dass sie die Muskelfunktion beruhigen oder verstärken. Ich stelle mir das Kinesiotape ein bisschen so vor, wie Dinosaurier-Pflaster für Erwachsene: Bekommt ein schmerzender Körperteil ein bisschen Liebe ab, tut er sofort etwas weniger weh.